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  • Konversionstechnologie nachwachsender Rohstoffe

Universität Hohenheim

  • Garbenstraße 9
    70599, Stuttgart

Wir erforschen die thermochemische Veredelung von Biomasse. Schwerpunkte sind die Hydrothermale Karbonisierung (HTC), Pyrolyse, Bioraffinerie-Systeme sowie Plattformchemikalien (z.B. HMF) für Kunststoffe und Batterien der Zukunft.

Das Fachgebiet Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe (440f) an der Universität Hohenheim verfahrenstechnische Innovation mit ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit. Organisation und Einbettung Organisatorisch ist das Fachgebiet Teil des Instituts für Agrartechnik. Es fungiert als Brücke zwischen der Landwirtschaft und der industriellen Verwertung. Die Abteilung ist tief in das Hohenheimer Profil der Bioökonomie integriert, das die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Durch die Leitung zahlreicher interdisziplinärer Projekte koordiniert 440f die Zusammenarbeit zwischen Mikrobiologen, Chemikern und Ingenieuren. Zudem ist das Fachgebiet maßgeblich an internationalen Netzwerken beteiligt, um biobasierte Lösungen global skalierbar zu machen. Zentrale Aktivitäten in der Bioökonomie Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die „Defossilisierung“ der Industrie durch drei Säulen: 1. Thermochemische Bioraffinerie: Das Herzstück ist die Entwicklung von Bioraffinerie-Konzepten, insbesondere mittels Hydrothermaler Karbonisierung (HTC) und Pyrolyse. Hierbei werden nasse Reststoffe (z. B. Klärschlamm, Grünschnitt) effizient in Biokohle oder chemische Zwischenprodukte umgewandelt. Durch Pyrolyse und Aktivierung werden daraus Kohlenstoffanoden in Batterien, wodurch fossile Rohstoffe in der High-Tech-Industrie ersetzt werden 2. Hochwertige Plattformchemikalien: Ein Durchbruch des Fachgebiets ist die effiziente Herstellung von 5-HMF aus Reststoffen. Diese Chemikalie dient als Basis für biobasierte Kunststoffe (PEF). 3. Zirkuläre Systeme & Nährstoffrecycling: Im Sinne einer zirkulären Bioökonomie forscht 440f an der Rückgewinnung von Phosphor und anderen Nährstoffen aus Prozesswässern, um Kreisläufe zu schließen und die Abhängigkeit von Mineraldüngern zu verringern. Durch diese Kombination aus Grundlagenforschung und industrieller Anwendung treibt das Fachgebiet 440f den Wandel von einer erdölbasierten hin zu einer regenerativen Wirtschaft aktiv voran.

Organisationstyp: Hochschule/ Universität
Themen: Nahrungs- und Futtermittel, Biobasierte Materialien, Bioenergie, Chemische Konversionsprozesse von Biomasse
Website: https://konversionstechnologie.uni-hohenheim.de/
E-Mail-Adresse: andrea_kruse@uni-hohenheim.de